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USA mit dem Wohnmobil


 

 

 


Crusing America

Irgendwie wie für einander geschaffen: leere breite Straßen, wenig Verkehr, endlose Weiten und das Wohnmobil.

Das rollende Basislager hat ein paar entscheidende Vorteile für Individualreisende.

Auch in der Hauptsaison habe ich nur einmal am Grand Canyon vorgebucht, alles andere ging problemlos und spontan. (Ironischer Weise blieben wir natürlich genau auf dieser Anfahrt zum Grand Canyon mit dem Mobil liegen und kamen erst einen Tag später dort an.)

Update 2013: Seit dem man viele Plätze problemlos über das Internet reservieren kann, ist mir inzwischen leider öfter das Schild 'Campgraound full' aufgefallen, auch wenn man schon mittags ankommt. Im Yellowstone z.B. empfehle ich dringend vorzubuchen, muß man hier auf Plätze außerhalb des Parkes ausweichen entstehen horende Fahrstrecken!

Wenn man an einigen kleinen Landmotels vorbei gekommen ist, ist man eigentlich ganz froh, dass man im RV weiß was man hat ;-) und erspart sich dazu noch das tägliche Ein- und Ausräumen.

Nachteile:

Wenn es rollt rollen Alle! Vor Sonnenaufgang zum besten Fotostandort - da müssen dann auch alle mit ;-) Familiäre Begeisterung oder zumindest Verständis sollte man schon voraussetzten. Dafür gibt es ein wunderbares gemeinsames Frühstück on location. In einigen Nationalparks kann man einige günstige Standorte aber auch durchaus vom Camp aus erlaufen, da kann die Familie dann ausschlafen.

Größe und mangelnde Geländegängigkeit schränken gelegentlich doch ein. Die großen Anbieter verbieten das Benutzen unbefestigter Straßen.(Alle gängigen Mietwagenfirmen allerdings auch, auch für SUV!) Die Bodenfreiheit der Mobile ist vor allem wegen des langen Überhanges hinten kritisch und mancherorts gehts einfach zu eng zu für die großen Tröge und selbst bei einem kurzen C19 der Sonst soviel Bodenfreiheit wie ein PickUp hätte befürchtet man jeden Moment die selbstzerlegung und zerbrochene Teller wenn sich das Fahrzeug verwindet.
Einziger Ausweg ist es vor Ort für Geländeausflüge einen passenden Mietwagen zu buchen. Allerdings verbieten auch die gängigen großen Vermieter unbefestigte Straßen und Geländewagenvermieter sind auf dem Lande rar und/oder exorbitant teuer.

Treibstoffverbrauch, auch wenn Benzin noch etwas billiger ist als bei uns, 20 - 30 Liter je 100 Kilometer kann ein üblicher RV im wahren Leben schon fressen. Auch die Reichweite ist dadurch entsprechend begrenzt.

Probleme bei vier Wohnmobilreisen hatten wir nur einmal keine Probleme mit dem Fahrzeug. Man sollte seine Planung also tunlichst nicht zu eng fassen! Etwas gängiges Werkzeug mitzunehmen ist auch eine gute Idee.

Tipps

Auf jedenfall etwas organisieren, was am Standplatz zur Markierung zurückbleiben kann, nicht immer sind die Campsites eindeutig markiert und können als belegt gekennzeichnet werden. Campingstühle (ab 9$) oder auch eine große Kühltasche (ganz lehr - wegen der Viecher) erfüllen diesen Zweck aber problemlos.

Drehteller der Microwelle - irgendwo in der Bedienungsanleitung steht es auch: während der Fahrt soll der Drehteller aus der Welle. Haben wir nie gemacht bis... auf der Anfahrt zur City of Rocks, aus unbefestigter Waschbettpiste plötzlich eine tiefe Querrinne zum heftigen Bremsen zwang. Der Teller schoß wie ein Zylonischer Jäger im Tiefflug durchs Mobil nach vorn, zerschellte an irgendeinem Hindernis und die Splitter schlugen noch in der Mittelkonsole ein =8-0
Eine Rolle stabilen Klebebandes kann auch hier zumindest zusätzlich die Tür der Welle sichern. (CA hat inzwischen keine Glasteller mehr in den Wellen)

Nichts, was nach vorn fliegen könnte, unbefestigt lassen! Eine Vollbremsung (geschweige denn ein Unfall) treibt alles gnadenlos nach vorn! (Je mehr Brems je mehr Bums!)

Wäsche, Waschen und Trocknen
Auf allen größeren Plätzen findet man Münzgeräte zum Waschen und Trocknen. Gebrauchstextilien wie Jeans und T-Shirts gibts ansonsten in (fast) jedem Supermarkt zu meist unschlagbar niedrigen Preisen.

Kleingeld Immer dafür sorgen, dass genug ein und fünf Dollarnoten vorhanden sind. Beim selv-check-in wechselt keiner und aus den ATM-Machines kommen immer nur Zwanziger.

Tanken Sollte kein Problem sein - ist es auch nicht, nur das Bezahlen! Nach einem schwe durchschaubaren Prinzip verlangen viele Tankstellen die eingabe der Postleitzahl (ZIP-Code) bei der Kreditkarte. Gemeint ist die Postleitzahl der Rechnungsanschrift. Bei europäischen Kreditkarten klappt das nicht und auch irgendein echter US-Zip-Code hilft oft ebensowenig wie 5x die 0. Machmal ist dann die EC-Karte die Rettung dazu wird die PIN abgefragt. Manchmal hilft aber auch nichts mehr. Wenn die Tankstelle offen ist, kann man drinn voraus bezahlen (überbezahltes Benzin bekommt man zurückgezahlt) oder die Kreditkarte als Sicherheit an der Kasse lassen (nun ja :-/, man kann auch seine Frau zurück lassen, nicht als Sicherheit sondern zusammen mit der Kreditkarte beim Kassierer). Ist die Tankstelle geschlossen hilft garnichts mehr!
(Bei unserer ersten USA Reise erlebten wir übrigens noch die Galone unter einem Dollar, inzwischen an teueren (einsamen) Tankstellen deutlich über 4 $, 2013 meist um 3,80$)



   
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